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Ein Fotoshooting Weihnachtsmarkt Köln stand schon lange auf meiner Liste, und diesen Dezember bot sich endlich die perfekte Gelegenheit. Normalerweise ist das Wetter grau, aber ein klarer, trockener Abend ermöglichte mir ein spontanes Projekt. Über eine kurzfristige Ausschreibung fand ich Melanie – ein neues Gesicht für mein Portfolio und unser erstes gemeinsames Shooting.

In diesem „Hinter der Kamera“-Beitrag zeige ich dir, wie ich die Lichter des Marktes für dieses Fotoshooting Weihnachtsmarkt Köln genutzt habe, um stimmungsvolle Portraits zu kreieren.

Mein Ziel für dieses Winterfotoshooting war klar definiert: Ich wollte die authentische Weihnachtsstimmung transportieren. Oft neigen wir Fotografen dazu, alles perfekt auszuleuchten. Doch auf einem Weihnachtsmarkt lebt das Bild von den warmen Lichterketten, dem Schein der Buden und dem Kontrast zur dunklen Nacht.

Deshalb lautete meine Devise: Available Light First.
Ich wollte die vorhandenen Lichtquellen als Hauptlicht nutzen und die Atmosphäre nicht „wegblitzen“. Das Ergebnis: stimmungsvolle Winterportraits, authentisch und lebendig.

Fotografie - Marc Lehmann - Leverkusen

Um bei Nacht ohne Stativ und ohne dauerhaftes Blitzlichtgewitter zu arbeiten, braucht es verlässliches Equipment. Für Portraitfotografie bei Nacht vertraue ich auf bewährte Kombinationen.

  • Kamera: Meine Sony A7RV. Die hohe ISO-Performance der Sony Alpha ist bei Low Light Fotografie ein großer Vorteil.

  • Objektiv: Das Tamron 35-150mm f/2.0-2.8. Diese Linse ist für mich der „Gamechanger“ bei Events und Portraits. Die Lichtstärke von f/2.0 im Weitwinkel erlaubt es mir, viel Umgebungslicht einzufangen, während der Zoom mir Flexibilität bei der Bildkomposition gibt.
    Als Backup hatte ich noch das Sigma 105mm f/1.4 dabei. Dieses habe ich jedoch bei diesem Shooting nicht verwendet.

  • Einstellungen: Ich arbeitete mit einer dynamischen ISO-Automatik, begrenzt auf ISO 6400. Das Rauschen der modernen Sensoren ist bei dieser Grenze absolut vertretbar und lässt sich in der Post-Production (z.B. mit Lightroom oder PureRAW) problemlos handhaben.

  • Licht-Backup: Ein Rollei HD2-Max Blitz mit TR-Q8 Auslöser war dabei, kam aber nur als absolut letzte Rettung in den dunkelsten Ecken zum Einsatz.
Fotografie - Marc Lehmann - Leverkusen

Planung ist gut, offene Augen sind besser. Ich ließ mich über den Markt treiben und nutzte die Gegebenheiten, die sich mir boten. Zwei Momente stachen bei meinem Fotoshooting auf dem Weihnachtsmarkt in Köln besonders heraus:

Der TimeRide Bus – Eine spontane Gelegenheit

Auf dem Markt stand ein alter VW-Bus des Kölner VR-Unternehmens TimeRide. Da gerade keine Vorstellung lief, fragte ich spontan, ob ich ihn nutzen durfte. Das „Ja“ kam sofort. Ich positionierte Melanie im warm beleuchteten Innenraum, während ich von außen durch die Scheiben fotografierte. Der natürliche Rahmen und das warme Licht im Bus bildeten einen perfekten Kontrast zur kalten Außenwelt.

Fotografie - Marc Lehmann - Leverkusen

Der „Alchemist“ – Interaktion schafft Geschichte

Ein Standbetreiber fiel mir durch sein mittelalterliches Gewand auf – er wirkte wie ein fahrender Händler oder Alchemist aus einer anderen Zeit. Auch hier: einfach fragen. Er stimmte sofort zu, für ein paar Bilder mit Melanie zu posieren. Diese Interaktion zwischen Model und „Charakter“ schuf eine kleine, glaubhafte Geschichte.

Fotografie - Marc Lehmann - Leverkusen

Ob beim Glühwein, vor den Auslagen oder in der einfachen Passbild-Fotobox am Rande des Marktes: Die besten Bilder dieses Abends entstanden, weil ich nicht gegen die Dunkelheit gekämpft habe, sondern sie als stilistisches Mittel akzeptiert habe.

Für mich als Fotograf ist dieses Weihnachtsmarkt-Shooting wieder ein Beweis dafür, dass spontane Kommunikation (mit Model und Händlern vor Ort) der Schlüssel zu lebendigen, authentischen Bildern ist.